ภูเก็ต - โถมลงสู่โลกที่แตกต่าง

Phuket -Eintauchen in eine andere Welt

Altstadt in Phuket
Sino-portugiesischer Architekturstil in Phuket Town

Autor: Henri du Vinage

April 2019

Thailand

 

 

Asien für Anfänger. Wir sind das erste Mal in Thailand, haben den Koffer voller Informationen und guter Ratschläge, die Übersetzungsapp ist geladen, die Thaiküche haben wir studiert und Stefan Looses Reiseführer half schon einmal bei der Vorbereitung. Unsere Reise führt uns von Phuket nach Krabi, Chiang Mai und Chiang Rai und die letzten Tage klingen in Bangkok aus.

 

 

Phuket Old Town
Phuket Old Town: chinesisch-portugiesische Straße

Elf Stunden Direktflug von Frankfurt/Main. Wir steigen aus, dehnen die Muskulatur, Sehnen sowie Bänder und fühlen, dass unsere verknöcherten, unelastischen Glieder, wie ein alter, morscher Baum knacken und zu brechen drohen. 30 Grad, vergessene Flugstrapazen, Körper und Geist warten auf das, was kommt. Zunächst auf das Taxi. Wir sitzen im Van, der nach einer Stunde und zahlreichen Telefonaten mit den Hotelmitarbeitern den Weg gefunden hat. 45 Minuten später sind wir im Hotel. Lächelnder Empfang: „Sawaddi khrap, hello“, ein Zitronentee erfrischt und für die Wartezeit erhalten wir das Frühstück am Morgen als Zeichen der Wiedergutmachung geschenkt. Freundliches Lächeln, freundliche Worte und freundliche Gesten. Wir sind gut aufgehoben, sind angesteckt und üben ab sofort das Lächeln, dass uns Deutschen nicht so leicht in die Gesichtsmuskeln fährt. „Kophkhun Khrap, dankeschön, liebe Thailänder“.

 

Die Neugierde treibt uns auf die Straßen, der nur einhundert Meter von der Unterkunft entfernt gelegenen Altstadt Phukets. Links und rechts der Straße Soi Thalang reihen sich unzählige Shops mit Klamotten und kitschigen Souvenirs aneinander. Thaimotive wie Elefanten, Buddhas oder Orchideen zieren Stoffe, Schals, Taschen und Flatterhosen. Die Hosen erweisen sich für Frauen als praktisch, um in den Wats, Tempelanlagen, nicht unzüchtig mit nackten Beinen herumzulaufen und die Tücher verdecken die nackten Schultern der Damen.

 

Die sogenannten deutschen Thaispezialisten warnten vor Phuket, dem Ballermann Thailands. Parties und Sextourismus in den Straßen der Altstadt und an den Stränden der Insel, hieß es. Wir waren auf alles gefasst und rechneten mit Trubel und wildem Treiben, aber nicht damit, dass die Bürgersteige um 22:00 Uhr hochgeklappt würden. Um 18:00 verschwindet die Sonne, die bunten Lichter der Geschäfte, die roten chinesischen Lampions und die strahlenden Lichterketten werfen Schatten an Balkons und Häuserwände. Die sino-portugiesischen Bauten, die von den Portugiesen beeinflusste Architektur der chinesischen Einwanderer, erstrahlt in romantischen Reflexionen, die mich an die Barockstädte Brasiliens erinnern. Der Anblick des wüsten Stromkabelgewirrs katapultiert uns in die morbide Modernität  der Neuzeit zurück.

 

 

Phuket - Wahrzeichen
Big Buddha

Das erste Abenteuer beginnt. Wir haben Hunger. Die Speisekarte kommt uns „chinesisch“, stopp, thailändisch vor. Die meisten Gerichte sind ins Englische übersetzt. Die Übersetzungsapp hilft und wir bestellen, von der Liveband begleitet, Suppen mit Lemongras, Kokosnuss und Hähnchen. Deliziös. Die Flasche Wein kostet 40 €, zu teuer. Stattdessen trinken wir Singha und Chang, das einheimische Bier.

Am nächsten Tag pünktlich um 9:30 Uhr wartet der Taxifahrer an der Rezeption. Für 1.800 Baht, ca. 50€, kutschiert er uns 4-5 Stunden durch die Gegend, zeigt die Sehenswürdigkeiten und erklärt soweit es sein Englisch und unser Verständnis zulässt. 

 

Über eine verschlungene Straße, vorbei an Elefantenstationen, die den Reisenden das Geld zum Reiten abluchsen, führen die Serpentinen auf 400 Meter hoch zum „Big Buddha“. Der 45 Meter hohe Riese thront oberhalb der Stadt und gilt als das neue Wahrzeichen der Insel. 2018 wurde es fertiggestellt. Wir passieren verschiedene Strände, keiner touristisch überladen, Armeen von Mopeds parken kreuz und quer. Karon Beach, Kata Beach, Rawa Beach. Die Strandkneipe am Nai Han Beach bringt unsere knurrenden Mägen zur Ruhe. Der Duft von frischem Koriander, Kokosnuss und Curries kitzelt die Geschmacksnerven und die Rätselstunde mit der Speisekarte beginnt von Neuem. Augen zu und durch. Es schmeckt immer und die pikante Art der Speisenzubereitung regt die Durchblutung an. Tausende Glückshormone finden ihren Weg zu den Menschen in der Nähe. Das ist ein Leben! Hurra! Wir sind angekommen. Die ersten Stunden in Thailand und wir lächeln, so schön wie die Einheimischen.

 


Phuket - Restaurant Blue Elephant
Blue Elephant

Die Sonne versteckt sich inzwischen hinter dem Meer und die Altstadt wartet entdeckt zu werden. Die Hotelmitarbeiter empfehlen das Restaurant „Blue Elephant“. „Very good thai cuisine. Original and not so expensive“, lautet die Lobpreisung. Zwanzig Minuten später bewundern wir eine aus allen Ecken sanft angestrahlte, glitzernde nächtliche Parkanlage. Wie eine Fata Morgana taucht die leuchtende, einhundert Jahre alte Gouverneursvilla im Hintergrund auf. Wiederum die Mischung aus portugiesischer und chinesischer Architektur, mit einem Flair von Luxus vergangener Zeiten. Die am Empfang wartenden Mitarbeiter lassen uns gedanklich das Geld in unserem Portemonnaie zählen. Ein Blick auf die Speisekarte verrät ein gehobenes Preisniveau. Wir werden zu unserem Tisch begleitet und suchen mit Bedacht die Speisen aus. Ich wähle das Tom Kha Chicken. Zu dieser Stimmung passt Wein und wir fragen nach der Weinkarte. „Oh sorry, heute ist Buddha-Day“. Ich schaue verstört und verstehe nichts. „Heute ist Alkohol verboten“. „Ok, bitte einen Tee“, und das Thailächeln verschwindet aus meinem Gesicht. 

 

Der Kellner hebt langsam die Deckel der Gefäße, die erste Dunstwelle schwebt in meine Nase und ich schnuppere den Duft von Kokosnuss, Limone und Koriander. Das Lächeln ist wieder zurück und ich genieße diese Aromaexplosionen. Hühnerbrust und Muscheln zergehen auf der Zunge und die dekorativen Blüten, sind mir zu schade, um sie zu essen. Die Speise ist so fein abgestimmt, dass ich mich darin ertränken könnte. 

 

Tempel In Phuket Town
Phuket - Wat Mongkol Nimit

Auf dem Rückweg stolpern wir noch in den Tempel Mongkol Nimit. Die Mönche feiern den Buddha Day, Makha Bucha, feierlich. Gebet im Tempel, Spenden einsammeln in unzähligen Schalen für Gesundheit, Wohlstand, Glück, langes Leben und „ich wünsch‘ mir was“. Essensstände überall, die Gläubigen sind locker, Lachen und Fröhlichkeit, trotz der Frömmigkeit und des Aberglaubens. 

 

Pünktlich um acht Uhr morgens holt uns der Driver zum Transfer in den Hafen ab. Die Fähre wartet und legt voraussichtlich drei Stunden später in Krabi an. Unsere Koffer werden an Deck gestapelt und ich denke: „Hoffentlich bleibt das Meer ruhig und wellenlos. Bei Seegang könnten die nicht befestigten Gepäckstücke ins Meer rutschen und die Fische würden sich am Gepäck verlustieren.“ Wir müssen in der Kabine platznehmen, da an Deck keine Sitze vorhanden sind. Kalte Hände, tropfende Nasen, Hüsteln und Schnäuzen ergreifen die Passagiere nach einer halben Stunde auf hoher See. Die Klimaanlage gibt ihr Bestes. 

 

Restaurant Casa de Tereza - Salvador

Ich kämpfe mich ans Deck durch und ergattere einen Platz an der Reling. Wasserlandschaften mit spitzen, in die höhe ragenden oder abgeflachten Felsen. Die Gipfel der Unterwasserberge. Das blaugrüne Wasser, die im Sonnenschein silbern glitzernden Wellen, die Brise des Fahrtwindes und die brennenden Sonnenstrahlen lassen diese Welt paradiesisch erscheinen. Kein Wellenschlag. Den Dieseltakt unterbricht das Klickklack der Handys und Fotoapparate. Ich bin dabei, kann mich nicht sattsehen und komme aus dem Staunen nicht raus. 

 

Später legt das Schiff in Krabi an. Umherirren, Van suchen, Van finden und in die Unterkunft. Jetzt ist Strand und relaxen angesagt.

 

Tipp 1

Restaurant Blue Elephant, Blue Elephant Governor's Mansion Phuket Restaurant & Cooking school, 96, Krabi Road, Phuket Town, 

Tel.: 076 353 355

https://www.blueelephant.com

 

Tipp 2

Transport

Mit mehreren Personen (oft auch alleine) lohnt sich das Taxifahren.

Vom Flughafen Phuket nach Phuket Old Town: 650 BHT (ca. 20 €)

Fünf Stunden Sightseeing Tour in Phuket und außerhalb, Strände inbegriffen: 1.800 BHT (ca. 50 €)

Von Phuket – Krabi, Fähre: 3 Stunden Fahrt, 900 BHT /ca. 25 € inklusive Pick up vom Hotel.

Mit dem Bus: 500 BHT (ca. 15 €), 4-5 Std.

 

Mit dem Taxi: 3.800 BHT (ca. 110 €), 3-4 Std. 

Restaurant Casa de Tereza - Salvador

Tipp 3

Casa Blanca Boutique Hotel Phuket

26 Phuket Road, Talad Yai, Muang. Phuket, 

Thailand 83000

Tel.: +66 76219019

E-Mail: info@casablancaphuket.com

 

http://www.casablancaphuket.com

Zentrale Lage, ideal um die Altstadt zu entdecken.

 

Kleines gemütliches Haus mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern

 

 

KEIN PRODUKTSPONSERING! 

EMPFEHLUNGEN NUR AUS EIGENER SUBJEKTIVER BEURTEILUNG.

KEINE RECHTSANSPRÜCHE

 

Kommentare: 1
  • #1

    Werner Gollbach (Samstag, 04 Mai 2019 09:53)

    Hallo lieber Henri, es ist wieder ein Genuss, deine Reiseberichte zu lesen. Im Geiste gehe mit durch die Altstadt von Phuket, und lasse mir die kulinarischen Genüsse im Blue Elephant auf der Zunge zergehen. Ich genieße die herrlichen Strände und bewundere die schönen Tempel, angeregt durch die ausgewählten Fotos.
    Herzlichen Dank für den sehr interessanten Reisebericht.
    Liebe Grüße Karin und Werner



 

Henri du Vinage

Karlsbader Straße 16

63538 Großkrotzenburg

+49 176 543 968 43 

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E-Mail: h.duvinage@t-online.de

 

Fotos & Recherche: Ana Maria du Vinage

 

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