Handyliebe - Ein Gedicht

März 2021

Autor: Henri du Vinage

 

 

 

 

 

 

 

Die Finger, die Knöpfchen, streicheln,

Die Augen blinzeln in das glitzernde Lichtermeer,

Das Gehirn verzückt gar so sehr,

Die Worte der Liebe nur so schmeicheln.

 

Getrennt durch, Städte, Wälder und Wiesen,

Wärme, Freude und solch‘ Näh‘ gefühlt,

Bild, Wort und Ton die Seele umspült,

Des Schatzes Wohl und Lieb‘ gepriesen.

 

Ward das früher eine Freud‘,

Die Ferne spornte zur Heimkehr an,

Heut‘ verliebt sich die Trunkenheit der Liebe mit Klick.

 

Die Geheimnisse ein offenes Buch,

Wo du bist, was du bist und gerade isst,

Alles glasklar auf dem Tisch.

 

Kommentare: 3
  • #3

    Gabi (Donnerstag, 01 April 2021 20:12)

    Manchmal interessiert es einen - manchmal eben nicht. Nicht alles ist gut und nicht alles ist schlecht. In der jetzigen Zeit mit Kontaktverboten durchaus ein Mittel um Kontakt zu halten. Ich kann ohne leben - aber will ich das wirklich?

  • #2

    Werner (Donnerstag, 01 April 2021 18:17)

    Ich denke, das Eine muss das Andere ja nicht ausschließen. Wenn man die modernen Kommunikationsmittel mit bedacht und gezielt einetzt, können sie eine große Hilfe sein. Die Gefahr ist jedoch groß, dass man ins banale abgeleitet. Man muss nicht jede Minute und jeden Schritt des Lebens im Netz darstellen. Ich wünsche uns allen einen behutsamen Umgang Handy und co.
    LG Werner

  • #1

    Rainer (Donnerstag, 01 April 2021 16:47)

    ... so ist das heute wohl und zutreffend für viele Menschen.
    Aber man muß ja nicht a l l e s mitmachen was angeboten wird.
    Man kann ja auch mal nein sagen und muß nicht jedem Trend
    folgen. Vielleicht "gehört man dann nicht dazu" ? Mir ist das
    persönlich egal. Mein "Buch" bleibt für andere verschlossen
    und es interessiert mich auch nicht, wer wann, was isst oder tut.
    Wenn es z.B. um Löhne und Gehälter gibt, ist "das Buch" plötzlich
    gar nicht mehr so offen. Na bitte, geht doch !